Tote Ratten am Senftenberger Ring | Vorsicht beim Gassigehen

tote ratten

Im Bereich des Senftenberger Rings 42 wurden nach Angaben von Anwohnern in den vergangenen Tagen mehrere tote Ratten entdeckt. Fotos aus der Nachbarschaft dokumentieren die Funde. Der Redaktion liegen Fotos der Funde vor. Inzwischen sind dort auch Warnschilder zu sehen, die auf ausgelegte Giftköder zur Rattenbekämpfung hinweisen.

Der Anwohner berichtet außerdem von einem Hund, der nach möglichem Kontakt mit einer toten Ratte tierärztlich versorgt werden musste. Ob das Tier tatsächlich Gift aufgenommen hat, ist nicht bestätigt.

Wenn du dort mit deinem Hund unterwegs bist, solltest du deshalb besonders aufmerksam sein. Führe ihn möglichst an der Leine und achte darauf, dass er keine toten Tiere oder unbekannte Gegenstände vom Boden aufnimmt. Besteht der Verdacht, dass ein Hund Gift oder eine möglicherweise vergiftete Ratte gefressen hat, sollte umgehend tierärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Dass Maßnahmen zur „Schädlingsbekämpfung“ ergriffen werden, ist nachvollziehbar. Gleichzeitig gehört dazu, mögliche Gefahren für andere Tiere zu begrenzen. Die Berliner Schädlingsbekämpfungsverordnung schreibt in § 7 ausdrücklich vor, dass die verantwortlichen Personen erreichbare Tierkadaver laufend entfernen oder entfernen lassen müssen. Wer tote Ratten entdeckt, sollte diese nicht selbst anfassen, sondern den genauen Fundort der Hausverwaltung oder bei öffentlichen Flächen dem Bezirksamt melden. Ob die zuständigen Stellen über die aktuellen Funde bereits informiert sind, ist nicht bekannt.

Doch die eigentliche Frage reicht über die Bekämpfung hinaus

Ratten suchen Nahrung und geeignete Plätze zum Leben. Offene Müllbehälter, weggeworfene Lebensmittel, Futterreste und geeignete Verstecke können dazu beitragen, dass sie sich in Wohngebieten ansiedeln und vermehren.

Umso wichtiger ist es, Abfälle richtig zu entsorgen, Müllplätze entsprechend zu pflegen und mögliche Nahrungsquellen zu reduzieren. Dazu können die Menschen in der Nachbarschaft ebenso beitragen wie diejenigen, die für die Pflege und Instandhaltung der Grundstücke verantwortlich sind.

Dabei verdient auch das Schicksal der Ratten selbst Beachtung. Sie sind Lebewesen, die lediglich versuchen, Nahrung und Schutz zu finden. Wenn Menschen ihnen diese Bedingungen unbeabsichtigt schaffen, entsteht möglicherweise erst dadurch eine Situation, in der ihre Bekämpfung notwendig wird.

Verantwortung bedeutet deshalb nicht nur, auf die Folgen eines Problems zu reagieren, sondern auch, dessen Entstehung möglichst zu verhindern. Denn eine Nachbarschaft, die Ratten weniger Nahrung und Unterschlupf bietet, schützt nicht nur Menschen und Haustiere. Sie kann gleichzeitig dazu beitragen, dass weniger Tiere getötet werden müssen.

Weiterführende Informationen:

https://www.berlin.de/sen/justiz/service/gesetze-und-verordnungen/2026/ausgabe-nr-13-vom-852026-s-173-184.pdf

https://www.bfr.bund.de/mitteilung/wie-gefaehrlich-sind-gifte-fuer-hunde-und-katzen/

Weiterer Beitrag zum Thema, den wir vor einer Weile veröffentlicht haben: https://viertelreporter.de/sicherheitshinweis-mama-guck-mal-ich-habe-eine-suppe-mit-kristallen-gemacht-schuetzt-eure-kinder/

ByLux

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