Wer am Samstag mit Kindern im Märkischen Viertel unterwegs war, konnte erleben, wie viel Mühe sich Menschen für andere geben. Geschmückte Wohnungstüren und Eingänge, bereitgestellte Süßigkeiten und Nachbarn, die auf das nächste Klingeln warteten. Kinder zogen verkleidet von Tür zu Tür, begleitet von Familien oder gemeinsam mit Freunden. Für viele war es ein Abend voller kleiner Begegnungen.
Dafür möchten wir Viertelreporter Danke sagen. Allen, die friedlich unterwegs waren, Rücksicht genommen und gemeinsam mit den Kindern Halloween gefeiert haben. Und ganz besonders denen, die Zeit, Geld und Ideen investiert haben, damit vor ihrer Tür etwas zu entdecken war.
Allein unsere Halloweenkarte umfasst inzwischen 84 verschiedene Adressen im Märkischen Viertel und der Umgebung. Bei mehreren Häusern sind sogar verschiedene Etagen eingetragen. Hinter diesen Angaben stehen Menschen, die anderen zeigen möchten, wo Kinder zum Süßigkeitensammeln willkommen sind. Schon dieser Ausschnitt macht sichtbar, wie viele sich an der Aktion beteiligen möchten.

Die Karte erfasst dabei längst nicht alles. Auch ohne Eintrag wurden Türen geöffnet, Süßigkeiten verteilt und Eingänge geschmückt. Nicht alle kennen unsere Seite oder nutzen das Voting. Wie viele Menschen insgesamt mitgemacht haben, können wir deshalb nicht beziffern. Umso mehr gilt dieser Dank auch denen, deren Beitrag auf keiner Liste steht.
Unsere Aktion „Süßes, sonst gibt’s Saures“ soll genau diese Begegnungen erleichtern. Wer etwas vorbereitet, soll Besuch bekommen. Wer mit Kindern loszieht, soll leichter die passenden Häuser finden. Die Einträge mit Hausnummern, Etagen und teilweise Uhrzeiten helfen dabei. Danke auch an alle, die ihre Angaben beigesteuert und ergänzt haben.
Wenn du selbst geschmückt, Süßigkeiten besorgt oder an diesem Abend immer wieder die Tür geöffnet hast, hast du Kindern einen Anlass gegeben, sich auf ihre Nachbarschaft zu freuen. Vielleicht war es für dich nur eine Schüssel im Flur oder ein kurzer Moment an der Wohnungstür. Für ein Kind kann genau daraus eine Erinnerung werden, die es noch lange mit seinem Zuhause verbindet.
Ein Viertel wird auch durch solche Erfahrungen geprägt. Durch Menschen, die etwas vorbereiten, ohne die Namen der Kinder zu kennen, die später bei ihnen klingeln. Und durch Kinder, die erleben, dass ihnen auch außerhalb der eigenen Familie Aufmerksamkeit und Freundlichkeit begegnen kann. Danke an alle, die das an Halloween möglich gemacht haben.
Auch zu den unschönen Vorfällen an diesem Wochenende haben wir berichtet. Den Beitrag findest du hier.
